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Geografieprojekt 2026: Jugend gestaltet Zukunft

Im Quartiersmanagement des Wohngebiets Brückenstraße/Friedrich-Engels-Ring in Rüdersdorf bei Berlin hat die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen Tradition und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort. Seit mehreren Jahren kooperieren wir mit dem Friedrich-Anton-Heinitz-Gymnasium und entwickeln gemeinsam mit den Lehrkräften der vier Geografiekurse der 11. Klassen ein Projekt, das als bewertete Leistung in den Unterricht integriert ist.

Zu Beginn des Schulhalbjahres erhielten die Schülerinnen und Schüler dafür von Frau Bombach und Herrn Dr. Schieferdecker eine fundierte Einführung in die Kartierung von Untersuchungsgebieten. Dabei wurden sowohl deren Anwendungsmöglichkeiten zur Lösungsfindung als auch die Grundlagen der Städtebauförderung im Allgemeinen sowie speziell in Rüdersdorf vermittelt. Aufbauend auf den Erfahrungen des vergangenen Jahres beschäftigte sich die Schülerschaft in diesem Halbjahr mit der Erhebung der Daseinsvorsorge im Ortszentrum. Ziel war es, Entwicklungsideen für den ehemaligen Kolonistenfriedhof zu erarbeiten. Defizite sollten erkannt, Potenziale analysiert und Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.

Ein besonderes Augenmerk lag darauf, bestehende bedeutende Bäume sowie historische Zeugnisse in die Planung einzubeziehen. Ebenso sollten Stadtmöbel und Beschilderungen mitgedacht werden. Zur Imageverbesserung und zur Stärkung der Identifikation der Bewohnerschaft mit der Gemeinde und dieser besonderen Fläche galt es zudem, einen neuen, identitätsstiftenden Namen zu finden.

Nach einer umfassenden Gebietsbegehung des gesamten Ortszentrums, die in verschiedenen Gruppen durchgeführt wurde, präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre ersten Ergebnisse innerhalb der Klassenverbände. Ideen reiften weiter und wurden schließlich auf ganz unterschiedliche, kreative Weise vorgestellt.

Die Ergebnisse dieses Jahres zeigten eine deutliche Tendenz: Erholung war das zentrale Stichwort. Vorgeschlagen wurden vielfältige Parkkonzepte für alle Generationen mit unterschiedlichen Spiel- und Freizeitangeboten. Dabei wurde stets respektvoll mit der Geschichte des Ortes umgegangen – Grabstätten sollen erhalten bleiben und durch Informationstafeln ergänzt werden. Während einige Gruppen minimalistische und realistisch umsetzbare Konzepte entwickelten, wagten andere den Schritt hin zu fantasievollen Utopien.

Auch bei der Namensgebung bewiesen die Schülerinnen und Schüler große Kreativität. Vorschläge wie Kalksteiner-Aktiv-Zentrum, Morgensternpark, Glück-Auf-Park, Hundewald, Gedenkpark oder Park der Kolonisten waren nur einige der zahlreichen Ideen.

Wir waren von der Vielfalt, dem Engagement und der Qualität der Ergebnisse unfassbar begeistert.

Ihr Team des Bürgerzentrums Brücke

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